Gerüchteküche

Zeitung: RWE wird zum Spekulationsobjekt

Seit einigen Wochen befinden sich die Aktienkurse des Energiekonzerns RWE auf einem Höhenflug. So richtig freuen kann sich die Vorstandsetage des Essener Unternehmens laut Medienberichten jedoch nicht: die Käufer größerer Aktienpakete und ihre Motive sind noch unbekannt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf/Essen (red) - Nach Informationen des Düsseldorfer "Handelsblattes" waren die ungewöhnlichen Kursbewegungen jetzt Thema einer Vorstandssitzung. Als Investoren werden Hedge-Fonds vermutet. Aufgrund der anhaltenden Übernahmespekulationen könnten sich diese mit Aktien eindeckten oder auf die Ausschüttung einer Sonderdividende hofften.

Seit Anfang des Jahres haben die RWE-Aktien rund 17 Prozent gewonnen, allein am vergangenen Freitag legte der Titel um 3,3 Prozent auf 86,54 Euro zu – in einem ansonsten ausgesprochen schwachen Markt, so das Handesblatt.

Als mögliche Großinvestoren werden der russische Energiekonzern Gazprom und eine Investmentgesellschaft aus Dubai gehandelt. Gazprom hatte zwar sein Interesse am deutschen und westeuropäischen Energiemarkt bekräftigt, konkrete Absichten bei RWE allerdings bisher dementiert.

Obwohl RWE nach dem Verkauf von Thames Water für Investoren ein interessantes Objekt geworden ist, dürfte eine feindliche Übernahme aufgrund der komplexen Eigentümerstruktur des Konzerns unwahrscheinlich sein.

Weiterführende Links