Bedingungen

Zeitung: RWE-Chef stellt Börsengang der RAG in Frage

Der Vorstandschef des RWE-Konzerns, Harry Roels, will seine Anteile am Zechenkonzern RAG nur unter bestimmten Bedingungen für einen Euro an die für den Börsengang geplante Stiftung übertragen. In einem Brief an RAG-Chef Werner Müller fordert er, RWE von jeglicher künftiger Haftung im Bergbau freizustellen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Das sei im Eckpunktepapier zur Zukunft des Steinkohlenbergbaus und der RAG "ebensowenig vorgesehen wie Sicherungen für den Fall einer Insolvenz", heißt es im Schreiben, aus dem die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post zitiert. Der RWE-Konzern hält 30,2 Prozent an der RAG. Erneut forderte der RWE-Chef eine öffentlich-rechtliche Stiftung, die per Gesetz die Altlasten des Bergbaus in Zukunft tragen soll. Das Land Nordrhein-Westfalen und RAG-Chef Müller favorisieren eine private Stiftung.

Ob es überhaupt zu dem Börsengang der RAG kommt, ist derzeit unklar. Voraussetzung dafür ist ein Ende des subventionierten Bergbaus. Darüber verhandeln Politik, Unternehmen und Gewerkschaft seit Monaten. Dazu hat es bislang drei so genannte Kohlegipfel gegeben. Allerdings zeichnet sich auch nach dem jüngsten Spitzengespräch nicht ab, ob und wann ein Ausstieg aus den Kohlebeihilfen erfolgen soll. Die nächste Runde ist für 10. Januar vorgesehen.

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