Verhandlungen

Zeitung: RWE bietet knapp 14 Milliarden Euro für British Energy

Der deutsche Stromkonzern RWE hat einem Medienbericht zufolge ein erstes Gebot für den britischen Kernkraftwerksbetreiber British Energy abgegeben. Weder der Essener Konzern noch das britische Unternehmen wollten das am Donnerstagmorgen kommentieren.

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Hamburg (ddp/sm) - Das Gebot liege bei 700 Pence (sieben Pfund) in bar je Aktie, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe). Das Gebot bewerte die Briten mit bis zu elf Milliarden britischen Pfund (13,8 Milliarden Euro). Der Essener DAX-Konzern habe das Gebot bereits vor einigen Wochen vorgelegt und nun Zugang zum Datenraum von British Energy erhalten, um die Bewertung des Unternehmens durchzuführen. Der Aktienkurs von British Energy schloss am Mittwoch bei 701,5 Pence, nachdem er noch im Januar bei rund 400 Pence gelegen hatte.

British Energy hatte bereits am 17. März Gespräche über einen möglichen Verkauf bestätigt. British Energy lehnte laut dem Blatt eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab. Ein RWE-Sprecher wollte den Artikel am Donnerstagmorgen nicht kommentieren.

Auch die Électricité de France (EDF) nimmt derzeit dem Bericht zufolge Einblick in die Bücher bei British Energy. Die Franzosen hätten zunächst nur für Teile des britischen Atomkonzerns geboten. Der Wettbewerber RWE werde den Pariser Konzern nun jedoch möglicherweise dazu zwingen, ebenfalls für den gesamten britischen Konzern zu bieten, berichtete die Zeitung. Der britische Stromanbieter Centrica habe ebenfalls ein Gebot vorgelegt.