Zustimmung

Zeitung: Regionalversorger begrüßen Rhiel-Vorschläge

Die Vorschläge von Hessens Wirtschaftsminister Alois Riehl (CDU), die großen Stromproduzenten notfalls zum Verkauf von Teilen ihrer Kraftwerke zu zwingen, treffen bei den Regionalversorgern auf offene Ohren. Bei manchen werden bereits Pläne zur Erweiterung der Stromproduktion geprüft.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt (red) - Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Albert Filbert, Vorstandsvorsitzender der Heag Südhessische Energie AG in Darmstadt, sein Unternehmen plane derzeit, die Eigenerzeugung von 15 auf 70 Prozent zu erhöhen. Neben dem Bau von Kraftwerken wäre auch der Zukauf denkbar.

Der Vorstandvorsitzende der Energieversorgung Offenbach AG, Matthias Brückmann, begrüßte die Vorschläge Riehls. "Es wurde Zeit und ist auch richtig", zitiert das Blatt Brückmann. Die derzeitigen Gewinne der Stromerzeuger seien "wahnsinnig". Auch sein Unternehmen plant die Erhöhung der Eigenproduktion, die bisher durch zwei Kraftwerke erfolgt. Denkbar wäre dies über entsprechende Beteiligungen.

Bei der Mannheimer MVV Energie AG liegt die Eigenerzeugung nach Unternehmensangaben bereits bei 50 Prozent und eine weitere Erhöhung sei momentan nicht geplant.

Der Zeitungsbericht verweist darauf, dass ein großer Teil der Regionalversorger mit den vier großen Stromkonzernen verflochten ist. So sei E.ON indirekt an der HSE in Darmstadt und der Mainova in Frankfurt beteiligt.

In der letzten Woche hatte Rhiel gefordert, das Bundeskartellamt solle die großen Stromkonzerne verpflichten, einen Teil ihrer Kraftwerke an kleinere Anbieter zu verkaufen, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) unterstützte die Initiative.

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