Heizkostenverordnung

Zeitung: Regierung will Vermieter zu mehr Klimaschutz anhalten

Die Bundesregierung will Vermieter durch eine Gesetzesänderung dazu bringen, mehr für die energetische Gebäudesanierung zu tun. Bisher gehen die Förderprogramme an dieser Zielgruppe weitgehend vorbei, weil bei Vermietern anders als bei Eigenheimbesitzern der Anreiz niedrigerer Heiz- und Warmwasserkosten fehlt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Wie die "Saarbrücker Zeitung" kürzlich unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, wird zwischen mehreren Ressorts derzeit ein Vorschlag zur Änderung der Heizkostenverordnung diskutiert. Demnach sollen den Vermietern bestimmte, niedrige Emissionsstandards vorgeschrieben werden. Wenn diese nicht eingehalten werden, sollen sie die Heizkosten nicht mehr voll auf die Mieter umlegen können. Es solle dann einen "vertretbaren" Abschlag auf die Heizkosten geben, hieß es.

Vorbild ist der 15-prozentige Abschlag auf die Heizkostenumlage, den Vermieter heute schon hinnehmen müssen, wenn sie keine Verbrauchsmessgeräte in den Wohnungen installiert haben. Eine energetische Modernisierung sei für Vermieter wie Mieter wirtschaftlich und erhöhe die Warmmieten nicht, heißt es zur Begründung. Offenbar funktioniere dies aber nicht ohne entsprechenden Anreiz. Der Vorschlag soll auf der Kabinettsklausur im August zusammen mit einer ganzen Liste von Klimamaßnahmen erörtert werden, so die Zeitung.