Entscheidung

Zeitung: Niederlage für Vattenfall bei Netznutzungsentgelten

Der Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf habe am Freitag den Antrag von Vattenfall Europe auf einstweiligen Rechtsschutz im Beschwerdeverfahren gegen die Entgeltgenehmigung der Bundesnetzagentur im Wesentlichen zurückgewiesen, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - Mit dieser Entscheidung würden die Preissenkungen, die die Netzagentur Anfang Juni verlangt hatte, wirksam. Netzentgelte können Konzerne für die Durchleitung von Strom anderer Unternehmen durch ihre eigenen Stromleitungen erheben, so das Blatt.

"Ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Beschlusses der Antragsgegnerin bestehen bei summarischer Prüfung nicht", zitiert die Zeitung aus dem Beschluss (AZ: VI-3 Kart 289/06 (V)). Die Netzagentur hatte 18 Prozent der Kosten für den Transport im Höchstspannungsnetz, die Vattenfall beantragt hatte, nicht anerkannt. Allerdings wirkte sich diese Senkung kaum auf die Strompreise aus, weil die Kosten für Durchleitungen in der Hochspannung nur 3,6 Prozent des Strompreises nach Steuern ausmachen.

Vattenfall hatte erklärt, man könne das Übertragungsnetz unter diesen Bedingungen nur noch mit Verlust betreiben. Es drohe ein Ertragsausfall von 116 Millionen Euro allein in diesem Jahr.