Boom-Branche

Zeitung: Mehr als 1,8 Millionen Menschen arbeiten in Öko-Branchen

Der Umweltschutz wird für die deutsche Wirtschaft nach einem Zeitungsbericht zum großen Geschäft. Mehr als 1,8 Millionen Beschäftigte verdienten damit mittlerweile ihr Einkommen. Jede 20. Stelle hängt demnach am Umweltschutz.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) vorab unter Berufung auf den ersten Umweltwirtschaftsbericht des Bundesumweltministeriums. Damit hänge jeder zwanzigste Arbeitsplatz in Deutschland an Gütern und Dienstleistungen rund um die Umwelt.

Außerdem diene inzwischen jedes zwanzigste deutsche Industrieprodukt in irgendeiner Form dem Umweltschutz, schrieb das Blatt. Allein zwischen 2005 und 2007 sei die Produktion um 27 Prozent gewachsen. Deutschland führe den Weltmarkt für Umweltgüter an und habe seinen Anteil mit 16 Prozent jüngst sogar ausgebaut.

Vor allem die Maschinenbauer hätten an dem Umweltboom verdient, schrieb die Zeitung. Binnen fünf Jahren hätten ihre Umweltumsätze um zehn Milliarden auf 31,9 Milliarden Euro zugenommen. Die Unternehmen profitierten vom Geschäft mit erneuerbaren Energien, vor allem mit der Windkraft. Allein hier seien nach Schätzungen des Umweltministeriums 250 000 Menschen beschäftigt. Schwerpunkt bleibe allerdings die Luftreinhaltung, also das Geschäft mit Staubfiltern, Katalysatoren oder ganzen Filtersystemen.

Allerdings habe auch die Umweltbranche unter der globalen Finanzkrise zu leiden vor allem bei Großprojekten wie Windparks, schrieb das Blatt. Für langfristige Öko-Projekte bekämen die Bauherren derzeit häufig keinen Kredit.