Einmischung

Zeitung: Lichtenberg will Einfluss auf Kohlekraftwerk nehmen

Die Vattenfall-Pläne für ein neues Steinkohlekraftwerk in Lichtenberg stoßen im Bezirk auf Widerstand. Wenn die neue Anlage auch nicht zu verhindern sei, so müssten gleichwohl Einschränkungen über den Bebauungsplan durchgesetzt werden, hieß es.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - "Ein solches Kraftwerk wäre ein Eingriff in das Stadtbild, den wir genehmigen müssten", sagte der stellvertretende Bürgermeister und Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) der "taz" (Donnerstagausgabe). Komplett zu verhindern sei eine neue Anlage zwar nicht, doch der Bezirk wolle über den Bebauungsplan dafür sorgen, dass sie deutlich kleiner ausfalle als von Vattenfall bisher geplant.

Die Vattenfall-Pläne waren vor rund einem Jahr bekannt geworden. 800 Megawatt Strom und 650 Megawatt Wärmeleistung soll das neue Kraftwerk demnach erbringen. "Der Kühlturm hätte eine Höhe von bis zu 140 Metern", sagte Geisel. 100 000 Berliner, die rund um Rummelsburg lebten, würden den steinernen Zylinder immer im Blick haben. "Einen Bebauungsplan braucht man da auf jeden Fall." Politiker aller Parteien hatten die Vattenfall-Pläne wegen des hohen CO2-Ausstoßes von Kohlekraftwerken kritisiert.