Unvollständig

Zeitung: Lammert verweigert Auskunft über Nebeneinkünfte

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) will laut "Bild"-Zeitung keine Auskunft darüber geben, welcher "gemeinnützigen Stiftung" er seine 25 000 Euro Nebeneinkünfte aus dem Aufsichtsratmandat bei der Ruhrkohle AG spendet. Am Samstag hatte Lammert die Höhe der Einnahmen bestätigt.

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Hamburg (ddp/sm) - Wie das Blatt heute berichtet, wurde Lammert gefragt, ob das Geld ganz oder teilweise an die 2002 vom ihm selbst gegründete Norbert-Lammert-Stiftung oder die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung fließe. Bei der Norbert-Lammert-Stiftung ist der Parlamentspräsident Kuratoriumsvorsitzender, bei der Konrad-Adenauer-Stiftung ist er Vizevorsitzender. Lammert ließ dem Blatt über einen Sprecher nur mitteilen: "Diese Fragen beantworten wir nicht."

Die Norbert-Lammert-Stiftung unterstützt dem Bericht zufolge junge Menschen in Vietnam und Bolivien beim Berufseinstieg. Das Vermögen seiner Stiftung hat der Bundestagspräsident der Konrad-Adenauer-Stiftung übertragen, die es treuhänderisch verwaltet.

Am Samstag hatte die Zeitung berichtet, dass Lammert neben seinen Diäten von monatlich 14 018 Euro als Aufsichtsrat des Essener Kohle-Konzerns Ruhrkohle AG weitere 25 000 Euro pro Jahr kassiert. Lammert hatte den Nebenjob und die Höhe der Einnahmen bestätigt und betont: "Diese führe ich, wie dem damaligen Bundestagspräsidenten angezeigt, an eine gemeinnützige Stiftung ab."