Europäischer Energiemarkt

Zeitung: Keine Einigung zwischen EU und Russland zum Thema Energie

Wie der "Tagesspiegel" in seiner Freitagsausgabe berichtet, konnte beim europäisch-russischen Spitzentreffen am Donnerstag in Sotschi keine Einigung über die zukünftige europäische Energieversorgung erzielt. Russland fordert die Öffnung des europäische Energiemarkts für russische Firmen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach Zeitungsangaben forderte der russische Präsident Wladimir Putin vom Präsidenten der EU-Kommission, José Manuel Barroso, dem amtierenden REU-Ratspräsidenten Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem EU-Chefdiplomaten Javier Solana, russische Firmen auf den Energiemarkt der Europäischen Union zu lassen. "Wir werden unsere europäischen Partner nicht in das Allerheiligste unserer Energiewirtschaft lassen, wenn wir dafür nicht etwas bekommen", so Putin. Schüssel versicherte, dass Europa als zuverlässigen Partner ansieht und auf weitere Energielieferungen hoffe. Nach Ansicht der EU müsse der Energiesektor müsse marktwirtschaftlich und ohne Diskriminierung funktionieren, sagte Schüssel.

Seit dem russisch-ukrainischen Gaskonflikt mehren sich in der EU die Zweifel an der Zuverlässigkeit Moskaus als Energielieferant und auch die verstärkten Versuche des Gaskonzerns Gazprom im Bereich der EU werden kritisch beurteilt, so der Zeitungsbericht. Andererseits wollen Energiekonzerne aus der EU und den USA selbst stärker in die Förderung von Gas und Öl in Russland gehen. Im Juli wird die Energiesicherheit auch das wichtigste Thema auf dem G8-Gipfel in Sankt Petersburg sein.

Weiterführende Links
  • Tagesspiegel-Meldung