Gerüchteküche

Zeitung: Hollands Stromversorger Essent und Nuon planen Fusion

Wie die Zeitung "Financieele Dagblad" berichtet, sind die beiden größten niederländischen Stromkonzerne, Nuon und Essent, in Gesprächen über eine Fusion. Grund dafür sei das Interesse ausländischer Wettbewerber, angeblich auch der RWE, an einer Übernahme Nuons.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Den Haag (red) - In den Niederlanden wird demnächst über ein Gesetz entschieden, das die Energiekonzerne zur Abgabe ihrer Leitungsnetze zwingen soll. Der entsprechende Regierungsentwurf, der in der Branche auf heftigen Widerstand stößt, wird dem Bericht zufolge eine parlamentarische Mehrheit finden. Daher suchten die Unternehmen nach neuen Positionen im Markt. Während der Nuon-Vorstand eine Kooperation mit ausländischen Partnern suche, sei der Aufsichtsrat, in dem auch Vertreter der Provinzen und Gemeinden sitzen, an einer niederländischen Fusion interessiert, so die Zeitung.

Wie bereits berichtet, ist die Essener RWE angeblich an einer strategischen Beteiligung an Nuon interessiert. Weder RWE noch Nuon wollten dies kommentieren. Ein Nuon-Sprecher wies allerdings darauf hin, dass zur Zeit Gespräche in allen Richtungen geführt würden.

Das niederländische Kartellamt hat sich bereits gegen eine Fusion von Nuon und Essent ausgesprochen, da dies die Preise hochtreiben würde. Eine mögliche Voraussetzung sei die Abtretung von Teilen des Kundenstamms und der Stromerzeugung. Mehrere fiktive Fusionen, u.a. auch mit RWE, würden derzeit für eine Beurteilung der Marktentwicklung geprüft.

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