Nutzung von Alternativen

Zeitung: Grüne wollen EE-Wärmegesetz

Neben dem Bundesverband Erneuerbarer Energien fordert auch die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die zügige Verabschiedung eines Wärmegesetzes für erneuerbare Energien. Die Nutzung alternativer Energiequellen zum Heizen würde den Haushalten keine zusätzlichen Belastungen bringen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Würzburg (red) - Die Grünen haben Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) aufgefordert, schnellstmöglich ein Wärmegesetz für erneuerbare Energien und ein Biogaseinspeisegesetz vorzulegen. "Angesichts steigender Heizpreise ist es sehr wichtig, die Marktdurchdringung mit erneuerbaren Energien im Wärmemarkt jetzt zu unterstützen", sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Hans-Josef Fell, der Würzburger "Main-Post" (Freitagausgabe).

In einem Wärmegesetz sollten jährlich steigende Quoten festgelegt und die Errichter von Neubauten zur Nutzung alternativer Wärmequellen wie Holzpelletheizungen, Solar- oder Erdwärme verpflichtet werden, schlug Fell vor. Dies bringe den Haushalten keine zusätzlichen Belastungen, betonte der Bundestagsabgeordnete, da alternative Wärmeenergien schon heute billiger seien als Öl oder Gas. "Man muss die Bürger nur dazu bringen, sie auch zu nutzen".

Im Umweltministerium wird derzeit analog zum bestehenden Erneuerbare Energien-Gesetz für den Strommarkt ein Wärmegesetz vorbereitet, jedoch ist noch nicht entschieden, wann es vorgelegt werden soll. Zudem werden dort auch andere Varianten der Förderung, darunter Investitionszuschüsse und Sonderabschreibungsmöglichkeiten, diskutiert. Fell unterstützte mit seinem Vorstoß die Initiative des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. Dieser hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in dieser Woche mit einem offenen Brief aufgefordert, die Koalitionsbeschlüsse zum Ausbau erneuerbarer Energien angesichts der Ölpreissteigerungen konsequent umzusetzen.