Weiterer Ausbau

Zeitung: Gabriel will Wärme aus erneuerbaren Quellen mehr fördern

Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien unter den Wärmelieferanten einem Medienbericht zufolge deutlich ausbauen und das mit jährlich 350 Millionen Euro fördern. Hauseigentümer und Kommunen soll der Einsatz regenerativer Quellen vorgeschrieben werden.

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Frankfurt/Main (ddp/sm) - Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagausgabe) vorab unter Berufung auf den Gesetzentwurf des Bundesumweltministeriums zur Förderung Erneuerbarer Energie im Wärmebereich (Wärme-EEG) berichtete, soll bis zum Jahr 2020 der Anteil regenerativer Quellen an der Wärmeerzeugung von heute 6 auf 14 Prozent gesteigert werden.

Um sein Ziel zu erreichen, wolle Minister Sigmar Gabriel (SPD) Hauseigentümer zwingen, Wärme aus regenerierbaren Quellen zu nutzen. Verschont blieben einstweilen nur Häuser mit modernen Heizkesseln. Die Zeitung zitierte aus dem Papier: "Die Nutzung Erneuerbarer Energien für die Heizung, Warmwasserbereitung und Erzeugung von Kühl- und Prozesswärme wird durch den Bund mit 350 Millionen Euro pro Jahr gefördert."

Kommunen sollen laut Bericht Hauseigentümer zwingen können, sich an das öffentliche Nah- und Fernwärmenetz anzuschließen und den Bedarf "ausschließlich aus dem Nah- und Fernwärmenetz zu decken". Für Verweigerer seien hohe Strafen vorgesehen: Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Bestimmungen verstoße, solle mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro belegt werden.