Kurskorrektur

Zeitung: FDP setzt in Umweltpolitik neue Akzente

Die FDP hat einige Kurskorrekturen in ihrer Umweltpolitik vorgenommen: So will sich die Partei künftig stärker für die Förderung erneuerbarer Energien einsetzen und favorisiert eine Energiepolitik, die den natürlichen Treibhausgaseffekt nicht verstärkt. Die Kernenergie sei jedoch nach wie vor nötig.

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Berlin (ddp/sm) - Die FDP setzt in der Umweltpolitik offenbar neue Akzente. In dem am Montag vom Bundesvorstand beschlossenen Leitantrag für den Bundesparteitag im Mai setze sich die Partei unter anderem für die Förderung erneuerbarer Energien ein und sehe die ökologische Landwirtschaft als gleichberechtigt neben der konventionellen an, berichtet die "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf das Papier. Zudem plädiere die FDP für einen umweltverträglichen, breiten und technologieoffenen Energiemix, der dem Klimaschutz und der Schonung von Ressourcen Rechnung trägt.

"Vision der FDP ist eine Energieproduktion, die den natürlichen Treibhauseffekt nicht verstärkt", zitiert das Blatt aus dem Leitantrag, den die Umweltpolitiker Michael Kauch und Hans-Heinrich Sander federführend ausgearbeitet haben sollen. Zudem setzten die Liberalen verstärkt auf erneuerbare Energien, wie Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft. Eine Festlegung auf eine Richtung lehnten sie aber ab.

In der Atompolitik vollziehen die Liberalen der Zeitung zufolge eine leichte Kurskorrektur. Zwar hielten sie weiter die Kernenergie für nötig. Aber sie gingen nun davon aus, dass es sich um eine Übergangstechnologie handele.