Ab Juli

Zeitung: Energiepreise steigen weiter

Die Berliner Zeitung rechnet ab Juli wieder mit steigenden Gaspreisen aufgrund des weiterhin hohen Ölpreises. Auch bei den Strompreisen müssten werde es mittelfristig höhere Preise geben, da trotz gesunkener Emissionspreise die Einkaufspreise für Strom weit über dem Vorjahresniveau liegen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Die nächste Gaspreiserhöhung steht den deutschen Verbrauchern angeblich bereits für Anfang Juli ins Haus. Wie die "Berliner Zeitung" heute unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, sei zum Ende des Quartals wegen des weiterhin hohen Ölpreises mit einer Anhebung der Lieferpreise durch die Ferngasunternehmen zu rechnen.

Insbesondere jene Regionalversorger, die im April darauf verzichtet hätten, die letzte Preisanhebung der Ferngasunternehmen auf ihre Haushaltskunden umzulegen, kämen dann nicht mehr umhin, ihre Preise erneut spürbar zu erhöhen, heißt es weiter.

Auch bei den Strompreisen drohten den Haushaltskunden trotz der herausragenden Gewinnentwicklung der Energiekonzerne mittelfristig zusätzlich zur Mehrwertsteuererhöhung weitere Belastungen. Nach Vattenfall Europe habe auch der E.ON-Konzern erklärt, dass sich aus den wegen der Verbilligung der Emissionszertfikate fallenden Strom-Großhandelspreisen keinerlei Spielraum für eine Absenkung der geltenden Haushaltstarife ergebe, betonte das Blatt. Grund sei, dass die Strommengen, mit denen die Haushalte aktuell versorgt würden, von den Versorgern bereits Ende 2004/Anfang 2005 zu den seinerzeit geltenden Preisen geordert worden seien. Diese Einkaufspreise seien so auch in die kürzlich genehmigten Tarifkalkulationen eingeflossen.

Die derzeit an der Börse notierten Einkaufspreise für Strom aber lägen trotz des aktuell zu verzeichnenden Rückgangs deutlich über dem damaligen Preisniveau, betonte die Zeitung. Damit jedoch verteuere sich die Strombeschaffung für die künftige Versorgung der Haushaltskunden entsprechend.