Untersuchung

Zeitung: Eislast ließ laut Gutachten RWE-Strommaste brechen

Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" heute berichtet, kommt ein von RWE in Auftrag gegebenes Gutachten zu den Ursachen des großflächigen Stromausfalls im Münsterland im November 2005 zu einem klaren Ergebnis: Die Eislast war der Grund dafür, dass 84 Strommasten abknickten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Zwei Monate nach dem Stromausfall im Münsterland müssen sich Betroffene, die den Energiekonzern RWE auf Schadensersatz verklagen wollen, nach Medieninformationen auf einen langen Rechtsstreit einstellen. Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe) berichtet, kommt ein von RWE in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Eislast ursächlich für das Abknicken von 84 Strommasten war.

Die Untersuchung der Bruchstellen habe ergeben, dass spröder Stahl bei dem Ereignis nur bedingt eine Rolle gespielt habe, berichtete das Blatt weiter. Das Gutachten solle in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Die Geschädigten warteten nun auf ein unabhängiges Gutachten, das die Bundesnetzagentur bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin in Auftrag gegeben habe. Eine Bewertung von Schaden und Ursache solle Mitte bis Ende des Monats vorliegen, sagte eine Sprecherin der Bonner Regulierungsbehörde.