Monopolstellung

Zeitung: Eberswalder Stadtwerken droht Kartellverfahren

Den Stadtwerken Eberswalde (Barnim) droht Ärger mit der Landeskartellbehörde. Das berichtet die Märkische Oderzeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Nach einer erneuten Anhebung der Preise von Koch- und Heizgas zum 1. Februar wollen die Brandenburger Wettbewerbshüter ein Kartellverfahren eröffnen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Eberswalde (ddp-lbg/sm) - Den Stadtwerken Eberswalde droht Ärger mit der Landeskartellbehörde. Nach einer neuerlichen Anhebung der Preise von Koch- und Heizgas zum 1. Februar wollen die Wettbewerbshüter ein Kartellverfahren eröffnen, wie die "Märkische Oderzeitung" heute berichtet. Die Behörde verdächtige die Stadtwerke, ihre Monopolstellung missbräuchlich auszunutzen.

Hintergrund ist dem Blatt zufolge, dass Kunden des Eberswalder Versorgers bis zu 26 Prozent mehr zahlen müssen als der günstigste Anbieter in Brandenburg. Damit liegen die Preise des Unternehmens nach Angaben der Behörde um mehr als fünf Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Zuvor hatten die Eberswalder Stadtwerke durch die Drohung für Schlagzeilen gesorgt, denjenigen Kunden, die der Preiserhöhung widersprachen und deren Zahlung verweigerten, das Gas abzustellen. Dieses Vorgehen wurde vom Amtsgericht Eberswalde untersagt.