Endesa-Übernahme

Zeitung: E.ON will vorerst keine Enel-Aktien kaufen

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON will nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe) im Poker um den größten spanischen Versorger Endesa vorerst keine Aktien des italienischen Konzerns Enel kaufen. Man wolle nicht die italienische Regierung gegen sich aufbringen.

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Frankfurt/Main (ddp.djn/sm) - Ohne Angaben von Quellen berichtete die Zeitung, der E.ON-Vorstand sei mit dem Thema zwar befasst. "Aber zumindest im Augenblick ist kein Angriff auf den italienischen Versorgungskonzern vorgesehen", heiße es. E.ON wolle nicht auch noch die italienische Regierung gegen sich aufbringen.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte berichtet, dass die von E.ON engagierte Investmentbank Goldman Sachs dem Vorstand vorgeschlagen habe, bei dem Enel-Konzern, der die Übernahmepläne derzeit durch eigene Anteilskäufe an Endesa torpediert, einzusteigen.

Der italienische Börsenregulierer Consob will die Aktien von Enel verstärkt im Auge behalten. Mit dieser Aussage reagierte heute ein Sprecher der Behörde auf den Bericht. "Consob verfolgt die Situation seit dem Wochenende aufmerksam", so der Sprecher.