Nächste Woche offiziell

Zeitung: E.ON verkauft deutsches Stromnetz nach Holland

Neben Vattenfall werden nun auch beim Wettbewerber E.ON einem Zeitungsbericht zufolge die Pläne zum Verkauf seines Hochspannungsnetzes konkreter. E.ON wolle sein Leitungsnetz an den niederländischen Netzbetreiber Tennet TSO verkaufen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (afp/red) - Das Geschäft könnte demnach bereits in der kommenden Woche bekanntgegeben werden, wenn E.ON seine Quartalsbilanz über die vergangenen Monate vorlegt. Tennet TSO wolle fast eine Milliarde Euro für das E.ON-Netz zahlen und erhebliche Summen investieren, berichtete das Blatt.

Erst vor wenigen Tagen hatte E.ON-Konkurrent Vattenfall bekanntgegeben, sich noch in diesem Jahr von seinem Stromnetz trennen zu wollen. Berichten zufolge plant Vattenfall den Verkauf an ein Konsortium aus der Finanzbranche, bestehend aus der US-Investmentbank Goldman Sachs und Töchtern der Deutschen Bank sowie des Versicherers Allianz.

Die EU-Kommission drängt die Energiewirtschaft bereits seit langem zu einer Trennung der Stromübertragung von der Stromproduktion, um damit für mehr Wettbewerb zu sorgen. In anderen EU-Ländern ist dies bereits gegeben. Die beiden anderen großen deutschen Energieversorger, RWE und EnBW, wollen ihr Leitungsnetz behalten.