Erweiterung der Kapazität

Zeitung: E.ON baut weiteres Kraftwerk in Gelsenkirchen (Upd.)

Der Energiekonzern E.ON will in Gelsenkirchen-Scholven bis 2014 einen neuen Kraftwerksblock errichten. Das berichtet die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Ulrich Frank, den Leiter der Kraftwerksgruppe West 1 bei E.ON. Der Konzern dementierte unterdessen.

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Essen (ddp/sm) - Die Investition werde ein Volumen von rund einer Milliarde Euro erreichen. Geplant sei ein Block mit einer Leistung von 1100 Megawatt, sagte Frank der Zeitung. Zur E.ON Kraftwerksgruppe West 1 gehören auch Anlagen in Gladbeck, Herten, Marl und Recklinghausen. In Datteln ist bereits eine Anlage in Bau, die in ihrer Leistungskraft dem geplanten Block in Scholven entspricht.

Die E.ON Energie AG hat den Bericht unterdessen zurückgewiesen. Ein Sprecher der Konzerntochter E.ON Kraftwerke GmbH sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires, derzeit würden verschiedene Standorte für eine mögliche Ausweitung des laufenden Kraftwerk-Erneuerungsprogramms geprüft. Es gebe aber hierzu noch keine Beschlüsse. Auch eine Vorentscheidung für Scholven sei noch nicht gefallen.

Nach Angaben des Sprechers stehen derzeit lediglich der Bau eines neuen Kohlekraftwerks mit einer Leistung von mehr als 1000 Megawatt im nordrhein-westfälischen Datteln und zweier Gaskraftwerke mit einer zusätzlichen Leistung von über 1300 Megawatt in Irsching bei Ingolstadt fest. Der Vorstandsvorsitzende von E.ON Energie, Johannes Teyssen, hatte Ende Juni zudem bestätigt, dass sein Unternehmen ein weiteres Steinkohle-Projekt bei Frankfurt und ein zusätzliches Gaskraftwerk in Norddeutschland prüft.