Neue Struktur geplant

Zeitung: E.ON baut Regionalversorger um

Der Energiekonzern E.ON hat offenbar vor, seine sieben Regionalversorgungsunternehmen neu zuschneiden. Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" soll ab 2008 nur noch eine Gesellschaft für alle privaten Strom- und Gasabnehmer in Deutschland zuständig sein.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm) - Das Geschäft mit den Großkunden werde vorerst bei den Regionalversorgern verbleiben, schreibt das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auch ein Verkauf des gesamten regionalen Versorgungsgeschäftes sei nicht ausgeschlossen, heiße es in einer Mitteilung des Betriebsrates von E.ON Avacon in Helmstedt.

Der Grund für die Neuordnung der Konzerntöchter sei das harte Durchgreifen der Regulierungsbehörde, schreibt das Blatt. Durch die Absenkung der Durchleitungsgebühren sei es für die Konkurrenten der etablierten Versorger billiger geworden, ihren Strom durch fremde Netze zu transportieren. Branchenkenner erwarteten deshalb, dass sich der bisher eher schwache Wettbewerb spürbar verschärfen werde. Durch die Absenkung der Netznutzungsentgelte verliere E.ON nach eigenen Angaben Einnahmen in Höhe von 600 Millionen Euro jährlich.