Für Neubau und Sanierung

Zeitung: dena-Chef für Verschärfung der Energie-Einsparverordnung

Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, hat sich in einem Zeitungsinterview für eine Verschärfung der Energie-Einsparverordnungen ausgesprochen, so solle der Energiestandard von Passivhäusern zum Standard werden. Zudem fordert er einen Mindeststandard für die Effizienz von Glühbirnen.

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Berlin/Saarbrücken (red) - In der aktuellen Diskussion über die Klimaschutzpolitik hat sich der Geschäftsführer der Deutschen Energieagentur (dena), Stephan Kohler, für eine "deutliche Verschärfung" der Energie-Einsparverordnung für Neubau und Sanierung von Wohngebäuden ausgesprochen. Schrittweise solle bis 2012 bei solchen Bauvorhaben der Energiestandard von Passivhäusern vorgeschrieben werden, sagte Kohler im Interview mit der "Saarbrücker Zeitung" (Freitagausabe).

Das koste zwar bei der Herstellung acht Prozent mehr, amortisiere sich jedoch sehr schnell, da Passivhäuser drei Viertel weniger Energie verbrauchten als nach der heutigen Energie-Einsparverordnung für Neubauten vorgeschrieben ist. "Es bedeutet unter dem Strich für Vermieter eine höhere Rendite und für Mieter und Eigentümer niedrigere Nebenkosten".

Darüber hinaus könne der Austausch der noch in deutschen Haushalten vorhanden Glühbirnen durch Energiesparlampen eine Einsparung von vier Millionen Tonnen CO2 bringen, sagte Kohler. Das entspreche der Verschmutzung, die ein großes Kraftwerk verursache. Kohler sprach sich hier jedoch gegen Verbote aus und empfahl stattdessen einen EU-weiten Mindeststandard für die Effizienz von Leuchtsystemen. "Sollen doch Anbieter und Nachfrager sich selbst auf die beste Technik verständigen. Die alte Glühbirne stirbt dann von alleine aus". Bis 2010 sei eine europaweite Umstellung zu schaffen, sagte Kohler.

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