Übernahme

Zeitung: Brüssel schottet EU-Energienetze ab

Die EU will einem Bericht der FAZ zufolge den Energiemarkt gegen ausländische Investoren abschotten. Personen, Unternehmen und Staatsfonds aus Nicht-EU-Staaten sollen künftig grundsätzlich keine europäischen Energieunternehmen mit Strom- oder Gasnetz mehr übernehmen dürfen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt am Main (ddp/sm) - Das sehe ein neuer Entwurf für das EU-Energiepaket vor, das die Europäische Kommission am kommenden Mittwoch in Brüssel vorlegen will, so die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ, Samstagausgabe). Nur wenn die EU mit einem Drittstaat oder einem Staatenbund ein Abkommen geschlossen hat, das Art und Form der Investitionen regelt, sollen Konzerne aus den beteiligten Staaten die Kontrolle über Netzbetreiber aus der EU erhalten dürfen, wie das Blatt weiter berichtet.

Die EU-Kommission reagiere damit auf die Sorge, dass nach der geplanten Trennung von Stromproduktion und Gashandel auf der einen Seite und den Übertragungsnetzen auf der anderen Seite ausländische Investoren wie der russische Gazprom-Konzern in Europa auf Einkaufstour gehen und die Strom- oder Gasfernleitungen in ihren Besitz bringen.