Dynamik

Zeitung: Brandenburg baut Stellung als Windenergieland aus

Das Bundesland Brandenburg hat im vergangenen Jahr seine installierte Windenergieleistung um 44 Prozent auf 1806 Megawatt gesteigert und hat damit Sachsen-Anhalt vom ostdeutschen Spitzenplatz verdrängt. Mit großem Abstand führt Niedersachsen (3921 Megawatt) vor Schleswig-Holstein (2007 Megawatt).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/sm). Die Windenergie ist in Brandenburg auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr wurden Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 550 Megawatt errichtet, schreibt die in Cottbus erscheinende "Lausitzer Rundschau" in ihrer heutigen Ausgabe mit Verweis auf neueste Zahlen des Bundesverbandes Windenergie (BWE). Beim Neubau liege Brandenburg hinter Niedersachsen auf Platz zwei.

Die installierte Leistung sei 2003 um 44 Prozent auf 1806 Megawatt gestiegen. Damit habe Brandenburg Sachsen-Anhalt vom ostdeutschen Spitzenplatz verdrängt und in der bundesweiten Statistik zum drittplatzierten Nordrhein-Westfalen (1822 Megawatt) aufgeschlossen. Mit großem Abstand führt Niedersachsen (3921 Megawatt) vor Schleswig-Holstein (2007 Megawatt). In einem normalen Windjahr hat das Land Brandenburg nach BWE-Angaben mittlerweile das Potenzial, 18 Prozent seines Nettostromverbrauchs durch Windkraft zu decken.

Die Brandenburger Dynamik belege die Innovationskraft der Windenergiebranche, sagte BWE-Präsident Peter Ahmels der Zeitung. Die Maschinen würden leistungsfähiger und seien immer besser auch für Binnenstandorte geeignet. Motor für die Entwicklung der Windenergie in Deutschland ist laut Ahmels das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). "Das muss auch so bleiben", forderte er mit Verweis auf ein noch unveröffentlichtes Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums. Darin wird Ahmels zufolge dem Instrument des Emissionshandels der energiepolitische Vorzug gegenüber dem EEG eingeräumt.