Untersuchungen laufen

Zeitung: BP soll Ölpreis manipuliert haben

Nach einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblattes" ermitteln US-Behörden gegen den britischen Ölkonzern BP. Er soll die Märkte für Rohöl und bleifreies Benzin manipuliert haben. Das Unternehmen nahm dazu bisher keine Stellung, bestätigte aber die Untersuchungen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf/New York (red) - Dem Bericht zufolge laufen die Ermittlungen zum Benzinmarkt bereits seit mehr als einem Jahr, beträfen jedoch nur einen einzigen Handelstag im Jahr 2002. Für den Rohölmarkt wurden von der amerikanischen Handelsaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Vorladungen an BP und Energiehändler verschickt. Hier gehe es um mögliche Manipulationen von weltweiten außerbörslichen Märkten in den Jahren 2003 und 2004. Ein CFTC-Sprecher lehnte eine Stellungnahme mit dem Hinweis ab, dass die Behörde generell keine Untersuchungen bestätige oder dementiere. Auch ein Sprecher des Justizministeriums lehnte einen Kommentar zu möglichen Untersuchungen ab.

Wie das Blatt weiter mitteilt, läuft in den USA bereits ein gerichtliches Verfahren gegen BP wegen der Beeinflussung der Propangaspreise. Der Konzern ist außerdem heftiger Kritik ausgesetzt, da möglicherweise aufgrund von Wartungsmängeln vor wenigen Wochen in der Nähe des Ölfeldes "Prudhoe Bay" in Alaska Öl ausgetreten ist. BP musste daraufhin die Produktion drastisch drosseln.

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