Zehn Prozent und mehr

Zeitung: Ab Januar kräftiger Anstieg der Strompreise

Deutsche Haushalte müssen sich ab Januar auf kräftig steigende Strompreise einrichten. Laut der "Berliner Zeitung" ist bundesweit mit Preiserhöhungen von zehn Prozent und mehr zu rechnen. So werden höhere Preise von RWE-Regionalversorgern erwartet, auch das freiwillige Preisstopp von E.ON läuft aus.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Wie ein Unternehmenssprecher bestätigte, hat der Vorstand des RWE-Konzerns in seiner jüngsten Sitzung zwar beschlossen, von Preiserhöhungen noch in diesem Jahr Abstand zu nehmen. Weitergehende Schritte lägen nun bei den regionalen Versorgungstöchtern des Konzerns.

Damit haben die RWE-Regionalversorger, die ihre Strompreise ursprünglich bereits mit Wirkung zum 15. Oktober um bis zu zehn Prozent anheben wollten, nunmehr freie Hand, ihre Stromtarife für Haushaltskunden zum Jahreswechsel entsprechend zu erhöhen, schreibt das Blatt. Damit diese Tarifanpassungen in Kraft treten können, müssen die Unternehmen ihre Kunden jedoch spätestens sechs Wochen vorher exakt über Zeitpunkt und Umfang der beabsichtigten Preiserhöhung unterrichten.

Nach Informationen der Zeitung bereiten auch die Regionalversorger des E.ON-Konzerns, dessen Vorstandschef Wulf Bernotat die deutschen Strompreise erst kürzlich als entschieden zu niedrig eingestuft hatte, zum Jahreswechsel kräftige Preiserhöhungen vor. Dann nämlich läuft der freiwillige Preisstopp aus, auf den sich E.ON 2006 mit den damals noch zuständigen Preisgenehmigungsbehörden der Länder verständigt hatte.

Bereits zum 1. November treten die neuen Stromtarife der Oldenburger EWE in Kraft. Das vom Präsidenten des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VdEW), Werner Brinker, geführte Unternehmen hat seine Strompreise für Haushaltskunden gleich um 14,2 Prozent angehoben.