Noch nicht rechtskräftig

Zeitschrift: Vorsicht vor Irreführung beim Energiepass

Wie die Fachzeitschrift "Immobilienwirtschaft" berichtet, versuchen Unternehmen immer wieder, mit unklaren Formulierungen über den Energiepass ihr Jahresendgeschäft anzukurbeln. Anlässlich einer Pressemitteilung des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) Süd warnt das Magazin vor übereilten Schritten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Freiburg (red) - Nach Angaben der Zeitschrift veröffentlichte der TÜV Süd am 3. November 2005 folgende Pressemitteilung: "Die Richtlinie "Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" bringt Immobilienbesitzer und -betreiber unter Zugzwang. Sie müssen ab dem 4. Januar 2006 einen Energiepass für alle neuen und bestehenden Gebäude vorlegen, die verkauft oder neu vermietet werden. Die TÜV ImmoWert GmbH, TÜV Süd Gruppe, bietet gewerblichen Kunden [...] die Erstellung von Energiepässen im kostengünstigen Paket mit Immobiliengutachten an."

Diese Meldung sei schlicht falsch, so die "Immobilienwirtschaft", da Immobilieneigentümer solange nicht tätig werden müssen, solange die Richtlinie des Europäischen Parlaments nicht in nationales Recht umgesetzt worden ist. Nur ein Staat hat in einem solchen Fall ggf. mit Sanktionen zu rechnen, nicht aber der Bürger. Nach Informationen der Deutschen Energieagentur sei mit einer Umsetzung der Richtlinie nicht vor April 2006 zu rechnen.

Die Verwirrung des Lesers, wie in diesem Fall, dazu zu nutzen, ihn mit sanftem Druck zum Abschluss eines Geschäftes zu bewegen, sei unter dem Blickwinkel des Verbraucherschutzes bedenklich. Beim TÜV räumte man denn auch auf Nachfrage der "Immobilienwirtschaft" ein, es handele sich um ein Missverständnis.

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