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ZEIT: Energie-Engpässe könnten durch E.ON-Ruhrgas Fusion verhindert werden

In der morgen erscheinenden Ausgabe der Wochenzeitung "Die ZEIT" warnt der Kölner Wirtschaftsprofessor Carl Christian von Weizsäcker vor den Gefahren wachsender Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung. Stattdessen sollten die Beziehungen zu Russland intensiviert werden, was durch eine E.ON-Ruhrgas Fusion begünstigt würde.

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Der Kölner Wirtschaftsprofessor Carl Christian von Weizsäcker warnt in der morgen erscheinenden Ausgabe der Wochenzeitung "Die ZEIT" vor den Gefahren wachsender Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Region des Persischen Golfs durch den islamischen Fundamentalismus destabilisiert werde, schätze er für die kommenden 15 Jahre mit "mindestens 25 Prozent" ein. Deutschland habe aber die Chance, durch eine Intensivierung der Beziehungen zu Russland die Versorgungssicherheit zu steigern. Die von E.ON angestrebte Mehrheitsübernahme der Ruhrgas AG könne dazu einen "wesentlichen Beitrag" leisten, so von Weizsäcker zur "ZEIT".

Pofessor Wernhard Möschel, Tübinger Wirtschaftsrechtler, widerspricht von Weizsäcker. "Spekulative Gefährdungsszenarien" entsprächen nicht den strengen Anforderungen, die an eine Ministererlaubnis zu stellen seien. Ein Mengenproblem habe "keinerlei Plausibilität", sagt Möschel in der ZEIT. Es bleibe auch "pure Spekulation", dass eine mit E.ON vereinte Ruhrgas bessere Einkaufskonditionen bei den ausländischen Gaslieferanten erhalte. Ohne Verletzung gültiger Maßstäbe sei eine Ministererlaubnis "schlechterdings nicht vorstellbar".