Umfrage

Zehn Prozent der Deutschen ist Energieeffizienz wurscht

Einer aktuellen Umfrage zufolge hat die Mehrheit der Deutschen ihr Verhalten im Umgang mit Energie verändert, um den Weg in eine atomstromfreie Zukunft zu gestalten. Doch immerhin zehn Prozent leisten keinerlei persönlichen Beitrag zur Energiewende und meinen, mit hohen Strompreisen sei alles abgegolten.

Strom Haushalt© Siegfried Schnepf / Fotolia.com

Frankfurt (red) - Allein mit der Zahlung der EEG-Umlage ist es zwar für die meisten nicht getan, doch jeder Zehnte hält damit seinen Beitrag zur Energiewende für erfüllt. Das hat eine repräsentative Online-Befragung im Auftrag des Energiedienstleisters Ensys AG ergeben.

68 Prozent haben Verhalten verändert

Die Energiewende genießt unter den Bundesbürgern eine hohe Akzeptanz. Für 72 Prozent ist klar, dass an ihr festgehalten werden muss. So hat die deutliche Mehrheit der Deutschen ihr Verhalten bereits an einem neuen ökologischen Bewusstsein ausgerichtet. 68 Prozent der Befragten geben an, im Alltag einen bewussteren Umgang mit Energie zu pflegen. Sie lassen elektronische Geräte nicht unnötig im Standby-Modus laufen und schalten Licht und Heizung aus, sobald sie sie nicht unmittelbar benötigen.

Viele haben schon effizientere Geräte angeschafft

45 Prozent aller Bundesbürger haben bereits in neue, sparsamere Haushaltsgeräte investiert. Ebenso viele haben technische Energiesparmaßnahmen ergriffen und sich Themen wie Wärmedämmung, Eigenstromversorgung oder energiesparende Beleuchtung gewidmet. Bei 30 Prozent der Befragten hat ein Stromanbieterwechsel zugunsten eines Ökostromanbieters stattgefunden- eine deutlich höhere Quote als die bundesweiten Wechselzahlen zeigen. 29 Prozent sind vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umgestiegen.

Zehn Prozent zeigen sich desinteressiert

Nur zehn Prozent der Befragten geben an, dass sie sich in keiner Weise persönlich für mehr Energieeffizienz engagieren. Sie sehen die Umlage der Kosten für die bevorzugte Einspeisung erneuerbarer Energien kritisch und betrachten ihren Beitrag zur Energiewende als geleistet, indem sie den höheren Strompreis zahlen.