Pläne

Zehn Länder arbeiten zusammen an Nordsee-Stromnetz

Deutschland und neun weitere Staaten wollen die Entwicklung des Stromnetzes in der Nordsee gemeinsam vorantreiben, um der wachsenden Zahl der Offshore-Windparks gerecht zu werden. Die Vernetzung der Windräder auf See mit dem Festland ist schon technisch eine Herkulesaufgabe.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brüssel/Berlin (afp/red) - Die Länder vereinbarten am Freitag in Brüssel gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger ihre Zusammenarbeit, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Es gehe um die wirtschaftliche, technische und regulatorische Koordination.

Die Vernetzung der Windräder auf See mit dem Festland ist schon technisch eine Herkulesaufgabe. Beispielsweise muss die Verlegung der Kabel auf bestehende Öl- oder Telefonleitungen Rücksicht nehmen. Die Einspeisung des Stroms in die Netze verschiedener Länder wirft neue Probleme auf, etwa welche Regulierungsbehörde mitbestimmt. Der Europäische Windenergie-Verband EWEA begrüßte die Vereinbarung, dank der "komplexe und langwierige Genehmigungsprozeduren" vereinfacht werden könnten.