DUH-Befragung

Zahlreiche katholische Bischöfe als Klimasünder entlarvt

Von wegen Bewahrung der Schöpfung: Die Deutsche Umwelthilfe hat die katholischen Bischöfe in Deutschland als Klimasünder an den Pranger gestellt. Beim zweiten Check der Dienstwagen von 47 kirchlichen Würdenträgern zeigten die Umweltschützer am Mittwoch vor allem dem Mainzer Bischof Karl Lehmann die Rote Karte.

Luftverschmutzung© Tom Bayer / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Denn der Kardinal puste mit seiner Mercedes-R-Klasse pro Kilometer 223 Gramm des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) in die Atmosphäre. Von allen befragten Landesbischöfen halten der Umwelthilfe zufolge nur fünf den seit 2012 geltenden CO2-Grenzwert von 130 g pro Kilometer ein. Alle fünf Wagen gehören der evangelischen Kirche.

19 Geistliche erhalten die Gelbe Karte für positive, aber insgesamt nicht ausreichende Bemühungen, den CO2-Ausstoß ihrer Dienstfahrzeuge zu senken. 23 Bischöfe sahen die Rote Karte, weil sie mit ihren Limousinen den geltenden Emissionswert um 20 bis zu 71 Prozent überschreiten oder die Auskunft verweigerten.

Evangelische Würdenträger schneiden besser ab

Dass die CO2-Werte der bischöflichen Limousinen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 18 Gramm auf 152 Gramm pro Kilometer gesunken sind, bewertet die Umwelthilfe positiv. Deutlich würden die Veränderungen mit Blick auf die Dienstwagen der untergeordneten Amtsinhaber beider Kirchen. In der Einzelbewertung erhielten hier 34 Kirchenvertreter eine Grüne Karte.

"Insgesamt fahren die Vertreter der evangelischen Kirchen ihren katholischen Kollegen beim Klimaschutz in großem Abstand davon", erklärte der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch.