Yello Strom beliefert Verband der Immobilienverwalter Bayern

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Auch der Verband der Immobilienverwalter Bayern e.V. profitiert neuerdings von den Vorteilen des liberalisierten Strommarkts: Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes und deren zu verwaltende Immobilien werden künftig von der Yello Strom GmbH beliefert. Am gestrigen Montag wurde der entsprechende Rahmenvertrag in München unterzeichnet.



Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes können nunmehr zwischen zehn und 35 Prozent ihrer bisherigen Stromkosten einsparen. Von den 300 Mitgliedern des Verbandes werden insgesamt 300.000 Liegenschaften verwaltet - das stellt insgesamt ein Potenzial von fast einer Milliarde Kilowattstunden und Stromkosten von rund 300 Millionen DM pro Jahr dar. Das Einsparpotenzial beläuft sich dank des gelben Stroms auf rund 63 Millionen Mark. Das Angebot umfasst die Belieferung von Haustechnikstrom, Haushaltsstrom und Gewerbestrom. Die Einzellieferverträge haben eine Laufzeit von einem Jahr.



Im Frühjahr dieses Jahres hatte sich der Verband dazu entschlossen, einen Strompool zu bilden, um exklusiv für seine Mitglieder günstigere Stromlieferkonditionen zu verhandeln. Ziel war es, durch die Bündelung des großen Abnahmepotenzials die Strompreise für das einzelne Mitgliedsunternehmen sowie für deren zu verwaltende Immobilien "maximal zu reduzieren". Überdies sollten mühsame und zeitaufwendige Einzelverhandlungen der einzelnen Mitgliedsunternehmen vermieden werden. Eigens für das Pooling wurde die Servicegesellschaft "VDIV-EnergyLink GmbH" gegründet, eine Beteiligungsgesellschaft des Verbandes der EnergyLInk AG, einem der führenden bundesdeutschen Energieberatungsunternehmen mit Sitz in der bayrischen Landeshauptstadt.



Zusätzlich wurde vom Verband eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Für jeden unterschriebenen Einzelstromliefervertrag spendet die VDIV-EnergyLink GmbH einen Betrag von 25 Mark vorzugsweise an die "Franz Beckenbauer-Stiftung". Die Stiftung des "Kaisers" unterstützt soziale Projekte für geistig und körperlich behinderte Menschen. Am Ende des Jahres wird der gesamte Betrag veröffentlicht - auf maximal acht Millionen Mark kann sich die Stiftung freuen.



Das Angebot werde, so die VDIV-EnergyLink GmbH, bereits "sehr gut angenommen"; 16.000 Einzellieferverträge seien bereits angefordert worden. Nach den Strompreisverhandlungen soll als nächster Schritt eine Plattform für den gemeinsamen Einkauf von Heizöl, Erdgas und Fernwärme geschaffen werden.