Lukratives Geschäft

WWF: Emissionshandel beschert Konzernen Milliarden

Der Emissionshandel beschert deutschen Energieversorgern bis 2012 Zusatzeinnahmen von rund 35 Milliarden Euro, so der WWF. Die aktuelle Regelung erlaube den Versorgern die Kosten für den Emissionshandel voll auf die Strompreise umzulegen, obwohl sie 90 Prozent der CO2-Zertifikate gratis erhalten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - E.ON werde auf diese Weise in den nächsten Jahren voraussichtlich 11 Milliarden Euro einstreichen; bei RWE seien es 9 und bei Vattenfall immer noch rund 6,6 Milliarden Euro. Auch EnBW und Evonik können mit Zusatzeinnahmen von sechs bzw. 2,3 Milliarden rechnen. Dies zeigt eine vom WWF vorgelegte Modellrechnung des Öko-Instituts.

Der WWF hält den Emissionshandel prinzipiell für ein hoch wirksames Klimaschutzinstrument. Die kostenlose Zuteilung der Zertifikate führte jedoch zu extremen Zusatzgewinnen der Unternehmen. Daher forder der WWF die Bundesregierung auf, an seiner Position, ab 2013 alle Emissionszertifikate zu versteigern, festzuhalten. Preissteigerungen seien dadurch nicht zu erwarten, da die Preise für die CO2-Zertifikate bereits im Strompreis enthalten seien. Nur durch den Verkauf der Verschmutzungszertifikate könne das eigentliche Ziel des Emissionshandels, die Umstellung auf eine nachhaltige und sparsame Energieproduktion, erreicht werden.