Wettbewerb

Wuppertaler Stadtwerke suchen Partner

Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Verhandlungen: Die Gespräche mit strategischen Partnern gehen weiter.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Aufsichtsrat der Wuppertaler Stadtwerke (WSV AG) hat grünes Licht gegeben für weitere Verhandlungen des Vorstandes zur Einbindung eines strategischen Partners für die WSW. Der Vorstand soll dabei Modelle entwickeln, wie ein strategischer Partner auf der Ebene der Wertschöpfungsstufen eingebunden werden kann. Wertschöpfungsstufen für die Sparten Strom und Gas sind die Bereiche Erzeugung, Netze/Verteilung sowie Marketing und Vertrieb.

Im Aufsichtsrat wurde ferner bekräftigt, dass sowohl der Aufsichtsrat wie auch der Anteilseigner - die Stadt Wuppertal - und damit alle relevanten Gruppen (Politik, Arbeitnehmer, Vorstand) in den Entscheidungsprozess eingebunden werden sollen. Soweit es die Verhandlungen erlauben, soll Ende September in Aufsichtsrat und Rat ein erster Grundsatzbeschluss erfolgen. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Dr. Hans Kremendahl erläuterte in einer ersten Stellungnahme: "Es freut mich, dass in dieser für die Stadt außerordentlich wichtigen Frage der Konsens zwischen Arbeitnehmern, dem Vorstand der WSW und den im Rat maßgeblichen Fraktionen weiter Bestand hat. Wir werden daher alles dafür tun, die Zukunftsfähigkeit der WSW AG durch einen strategischen Partner zu stärken."

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Hermann Janning erklärte, dass "insbesondere durch die Entscheidung in Düsseldorf" (Einbindung des strategischen Partner EnBW mit 29 Prozent bei den Stadtwerken) der Wettbewerb um den Stromkunden in der Region noch weiter an Intensität zunehmen werde. Für die Zukunft von WSW und für den Erhalt der Arbeitsplätze hoffe er daher auf zügige und erfolgreiche Verhandlungen."

Der Betriebsratsvorsitzende der WSW, Jürgen Diederichs, sagte im Anschluss an die Sitzung, dass die Arbeitnehmer die zukünftigen Verhandlungen konstruktiv begleiten würden.