Forschungspartnerschaft

Wuppertal Institut untersucht nachhaltige Strategien

Mit einer Forschungspartnerschaft wollen Wuppertal Institut und verschiedene Versorger Strategien und Maßnahmen für die nachhaltige Gestaltung ihrer dezentralen Infrastrukturen entwickeln. Entworfen werden soll ein öko-effizienter und qualitätsorientierter Entwicklungspfad, um komparativen Stärken zu nutzen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Seit einigen Jahren haben sich die Geschäftsgrundlagen für kommunale Unternehmen der Ver- und Entsorgungsbranche in grundlegender Weise verändert. Durch die Liberalisierung des Wettbewerbsrechts auf nationaler und europäischer Ebene und durch die desolate Finanzsituation vieler Städte und Gemeinden stehen sie unter Druck. Sie müssen sich einerseits dem verschärften Wettbewerb stellen und andererseits ihren Aufgaben, für die Lebensqualität in den Kommunen zu sorgen und zum Klimaschutz beizutragen, gerecht werden.

Die Perspektiven dieses Spannungsfeldes untersucht künftig eine Forschungsgruppe, die verschiedene Unternehmen der Ver- und Entsorgungsbranche und das Wuppertal Institut eingesetzt haben. Aufgabe ist es, die Unternehmenspartner durch wissenschaftliche Politikberatung darin zu unterstützen, Strategien und Maßnahmen für die nachhaltige Gestaltung ihrer dezentralen Infrastrukturen zu entwickeln. Das betrifft die Geschäftsfelder Energieversorgung, ÖPNV, Trinkwasser/Abwasser sowie Hausmüllentsorgung und Konsumgüterrecycling. Entworfen werden soll ein öko-effizienter und qualitätsorientierter Entwicklungspfad, der kommunale Unternehmen in die Lage versetzt, ihre komparativen Stärken im Wettbewerb besser nutzen können.

"Der große Vorteil der Forschungspartnerschaft liegt in der Praxisorientierung und der engen fachlichen Kooperation zwischen einem Institut der angewandten Nachhaltigkeitsforschung und kommunalen Versorgungsunternehmen", lautet daher die Einschätzung von Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts. Durch die Dialog orientierte Vorgehensweise sei gewährleistet, dass die Ergebnisse problemlösungsorientiert und praxisnah erarbeitet werden und umsetzbar sind, und im Idealfall auch auf andere Unternehmen übertragbar sind.

Zu den Partnern des Wuppertal Instituts bei diesem Projekt gehören die Stadtwerke Aachen AG, die Stadtwerke Emden GmbH, die Stadtreinigung Hamburg, die Stadtwerke Heidelberg AG, die Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH, die Städtischen Werke Magdeburg, die Stadtwerke München und die AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal. Kooperationspartner sind zudem der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) und die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW).