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Sahara-SonneDas Wüstenstrom-Projekt Desertec nimmt offenbar Gestalt an. Erste Kraftwerke in Nordafrika seien geplant, zunächst wohl in Marokko und Tunesien. Zudem soll der Gesellschafterkreis um bis zu fünf Konzerne erweitert werden, auch aus den genannten Ländern.
München (afp/red) - Die neue Führung der Projektgesellschaft Desertec Industrial Initiative (DII) verhandle mit der marokkanischen Regierung über den Bau erster Sonnenkraftwerke in der Sahara, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe). "Es zeichnete sich ab, dass Marokko für erste Vorhaben ein idealer Partner ist", sagte der neue Desertec-Chef Paul van Son der Zeitung. "Ich habe bereits mit der marokkanischen Energieministerin gesprochen und bin beeindruckt von der Bereitschaft zur Zusammenarbeit", sagte Son.
Ähnliche Gespräche gebe es mit der tunesischen Regierung, berichtet die Zeitung weiter. Um den Bau von Pilotprojekten voranzutreiben, solle der Gesellschafterkreis bereits im März um bis zu fünf Mitglieder auf dann 18 erweitert werden - darunter auch um Konzerne aus Marokko und Tunesien. Die Initiative will im großen Stil Wüstenstrom in Nordafrika produzieren und nach Europa importieren.
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Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer soll einem Zeitungsbericht zufolge oberster Botschafter der Wüstenstrom-Initiative Desertec werden. Töpfer sei auch interessiert, zögere aber noch aus privaten Gründen. Der oberste Desertec-Repräsentant soll in Europa und Afrika für politische Unterstützung werben.
Das Wüstenstrom-Projekt Desertec stößt international offenbar auf großes Interesse. Es gebe eine lange Liste an Interessenten, wie Projektleiter Ernst Rauch dem Handelsblatt sagte. Schon mehrere Duzent Konzerne wollen sich an dem Solarstrom-Projekt beteiligen, hieß es.
Der Strom für Europa könnte schon in wenigen Jahren zu einem großen Teil aus der nordafrikanischen Wüste kommen. Zwölf Konzerne unterzeichneten am Montag in München eine Vereinbarung zum Bau großer Solarkraftwerke in der Sahara, die die Energieversorgung Europas revolutionieren sollen.
Stromverbraucher in Europa sollen nach dem Willen einer Gruppe deutscher Großkonzerne künftig mit Solarstrom aus der Wüste versorgt werden. Für den Bau riesiger Solarkraftwerke in den Wüsten des afrikanischen Kontinents wollen die Unternehmen 400 Milliarden Euro investieren. In 2 bis 3 Jahren sollen konkrete Pläne vorliegen.
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