Strom-News
LamentoDie Wüstenstrom-Planungsgesellschaft DII GmbH ruft die Bundesregierung zu mehr Unterstützung auf. Nach Durchsicht des neuen Nationalen Aktionsplans für erneuerbare Energie sieht sich das Desertec-Konsortium ziemlich allein gelassen und fordert eine Einbindung des Projekts in das für Herbst erwartete Energiekonzept des Bunds.
München (ddp/red) - Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) hat der Chef des Projekts, Paul van Son, in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), das Bundeskanzleramt und Chefs beteiligter Unternehmen davor gewarnt, Deutschland könne ökonomische Chancen verspielen, wenn Berlin das Vorhaben nicht engagierter vorantreibe.
Bis 2050 sollen nach Vorstellung der Initiative in Nordafrika und dem Nahen Osten riesige Solarkraftwerke und Windparks entstehen, um einen großen Teil des lokalen und 15 Prozent des europäischen Stromverbrauchs zu decken.
(Foto / Abb.: Desertec)
Der Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung aus dem Jahr 2009 habe sich noch eindeutig unterstützend zum Vorhaben geäußert, schreibt van Son. Der gerade vorgelegte Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energie von Anfang August, der Vorgaben für die Energiepolitik bis 2020 liefert, sei aber "leider eher zurückhaltend". Es sei nun "unbedingt erforderlich", das Wüstenstrom-Projekt in das Energiekonzept einzubinden, das die Bundesregierung noch im September vorlegen will. Doch bislang sei äußerst fraglich, ob das Projekt darin vorkomme, verlautet aus Kreisen des Konsortiums.
Die Initiative wird derzeit von 17 Gesellschaftern getragen - unter anderem von Munich RE, E.ON und RWE.
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eröffnet die heiße Phase der Debatte um das Energiekonzept der Bundesregierung. In einem 25 Seiten umfassenden Eckpunktepapier fordert er unter anderem die Stilllegung alter Kohlekraftwerke, indem eine Mindestenergieeffizienz für Kraftwerke eingeführt werde.
Die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International warnt Angela Merkel vor einer Rücknahme der Brennelementesteuer. Energiekonzerne hatten hohe Summen für Laufzeitverlängerungen geboten und fordern andere Lösungen als die geplante Steuer. Lässt die Kanzlerin sich darauf ein, setzt sie sich dem Verdacht der Käuflichkeit aus.
Im Streit um längere Laufzeiten für die deutschen Kernkraftwerke zeichnete sich am Wochenende eine Kompromisslinie ab. Demnach könnten ältere Kernkraftwerke schon 2011 vom Netz gehen, andere dagegen, die als sicher angesehen werden, würden im Gegenzug länger laufen.
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das die Energieversorgung der nächsten 40 Jahre skizzieren soll. Spannung ist allein schon deshalb gegeben, weil sich die Bundesländer uneins sind über die Rolle der Atomkraft, auch in den Reihen der Koalition. Ein Blick auf die offenen Punkte.
Ein Jahr nach Bekanntgabe des Wüstenstromprojekts Desertec ist der Initiator Münchener Rück zuversichtlich. Schneller als gedacht gingen in den nächsten Jahren erste Solarkraftwerke in Marokko ans Netz, sagte Projektleiter Ernst Rauch der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Strompreise vergleichen
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