Atommüll

Workshop über sicherheitstechnische Fragen der Endlagerung

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Workshops kamen auf Einladung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) Experten zusammen, um anhand 12 jetzt fertiggestellter Gutachten über sicherheitstechnische Einzelfragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle zu diskutieren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Ausgangspunkt ist, laut einer Mitteilung des BfS, die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Energieversorgungsunternehmen vom Juni 2000, die Erkundung des Salzstocks in Gorleben für mindestens drei, längstens für zehn Jahre zu unterbrechen, da die weitere Erkundung zur Klärung methodisch-konzeptioneller und sicherheitstechnischer Einzelfragen nicht beitragen könne.

In Zusammenarbeit mit der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) sind insgesamt 12 sicherheitsrelevante und methodisch-konzeptionelle Fragestellungen erarbeitet worden, die über das Endlagermedium Salz hinausgehen, grundsätzlich für alle in Deutschland denkbaren Wirtsgesteine gelten und geklärt werden sollen. Diese Fragestellungen sind von Dritten im Auftrag des BfS bearbeitet worden. Die Abschlussberichte zu den einzelnen Vorhaben liegen nunmehr vor. Die Ergebnisse sind von übergeordneter Natur und beziehen sich nicht auf die Eignung eines konkreten Endlagerstandortes, so das BfS.

Zur Absicherung der Ergebnisse wurden sie einem von einer Expertengruppe diskutiert. Der Workshop diente der Überprüfung, ob der Stand von Wissenschaft und Technik eingehalten wurde. Das BfS bezieht die Ergebnisse des Workshops neben den in den Abschlussberichten zu den 12 Einzelfragen dokumentierten Ergebnissen in seinen zusammenfassenden Bericht "Wirtsgesteine im Vergleich – Synthese" ein, der voraussichtlich Ende des Jahres vorgelegt wird.

Die Berichte sind im Internet auf den Seiten des BfS abrufbar.

Weiterführende Links
  • Die Einzelberichte: