Häufige Missverständnisse

Worauf beim Wärmegesetz zu achten ist

Seit Anfang dieses Jahres müssen Bauherren bei Neubauten einen Anteil des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Dieses fordert das neue, bundesweite Wärmegesetz 2009. Allerdings sind zu dem Gesetz einige Missverständnisse verbreitet.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Wer als Bauherr einen Bauantrag einreicht, muss sein Gebäude teilweise mit erneuerbaren Energien heizen und kühlen: Solarkollektoren, Holzpelletöfen, Erdkollektoren, usw. Dies sieht das zu Jahresbeginn in Kraft getretene Wärmegesetz vor.

Was umgangssprachlich als Wärmegesetz bekannt ist, heißt eigentlich "Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG)". In Baden-Württemberg müssen Bauherren bereits seit 2008 nach dem "Landes-Wärmegesetz" für neu gebaute Wohngebäude teilweise erneuerbare Wärme nutzen. Im Ländle gelten damit neben der bundesweiten Regelung auch die Vorgaben aus dem Landesgesetz weiter.

Gilt nicht nur für Neubauten

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz gilt für alle Bauherren, die ihre Bauanträge für neue Bauvorhaben ab 2009 einreichen. Wer also seinen Altbau sehr umfangreich verändert, Anbauten über 50 Quadratmeter oder Umbauten plant, muss ggf. die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) wie für einen Neubau erfüllen. In diesen Fällen muss der Eigentümer auch das neue Wärmegesetz 2009 befolgen, erklärt das Institut für Energie-Effiziente Architektur.

Solaranlage auf dem Dach reicht nicht

Eine Solaranlage auf dem Dach eines Wohnhauses garantiert noch lange nicht, dass es auch dem Wärmegesetz 2009 entspricht, so das Institut weiter. Der Solarkollektor muss eine gewisse Größe pro Quadratmeter Nutzfläche des Wohnhauses aufweisen, wie das Wärmegesetz es fordert. Darüber hinaus müsse der Solarkollektor mit dem Qualitäts-Siegel "Solar Keymark" versehen sein.

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