Standortfrage

Wolfenbüttel verkauft keine weiteren Anteile an Avacon

Zu einer verstärkten Beteiligung des Helmstedter Energieversorgers Avacon an den Stadtwerken Wolfenbüttel wird es erstmal nicht kommen. Der Rat der Stadt Wolfenbüttel hat entschieden, keine weiteren Anteile an den Stadtwerken zu verkaufen. Geplant war ursprünglich, die Avacon-Beteiligung von jetzt 26 auf 49 Prozent zu erhöhen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Wolfenbüttels Bürgermeister Axel Gummert betonte, dass dies keinesfalls eine Entscheidung gegen die Avacon sei. "Für die Stadt Wolfenbüttel waren die exzellente wirtschaftliche Lage der Stadtwerke sowie die derzeit fehlenden Aussichten einer gleichwertigen Wiederanlage des Veräußerungserlöses maßgeblich." Damit steht auch die Frage wieder neu zur Diskussion, ob Avacon die bisher in Braunschweig ansässigen technischen Zentralbereiche nach Wolfenbüttel verlagern wird.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte Avacon mit mehreren niedersächsischen Städten über eine mögliche Verlagerung der Braunschweiger Geschäfts-Aktivitäten gesprochen, nachdem das Unternehmen im Bieterverfahren um die Braunschweiger Versorgungs AG nicht erfolgreich gewesen war. Im Oktober 2002 hatte Avacon dann offiziell mitgeteilt, Wolfenbüttel erhalte den Zuschlag. Gleichzeitig solle im Gegenzug die bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den dortigen Stadtwerken verstärkt werden. "Wir bedauern das natürlich. Aber ebenso selbstverständlich respektieren wir die Entscheidung der Stadt Wolfenbüttel", kommentierte Avacon-Vorstandschef Dr. Klaus-Dieter Maubach die aktuelle Entwicklung. "Die Gespräche mit der Stadt werden gleichwohl fortgeführt, um gemeinsam in aller Gründlichkeit die Standortfrage für unsere Technik-Zentrale zu analysieren. Für die Standortwahl waren von Anfang an natürlich auch weitere unternehmenspolitische Aspekte maßgeblich", so Maubach weiter.