Gut vorbereitet

Woidke: Start des Emissionshandels ist Zäsur für Brandenburg

Brandenburg will trotz geleisteter Sanierungsarbeiten seine Anstrengungen in der Klimapolitik weiter verstärken. Für den Start des Emissionshandels sei sein Land allerdings gut vorbereitet, betonte der brandenburgischen Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke gestern in Potsdam.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Der Start des Emissionshandels zum 1. Januar 2005 bedeutet nach Worten des brandenburgischen Agrar- und Umweltministers Dietmar Woidke (SPD) für Brandenburg eine "Zäsur". Das Land sei mit seinen modernen Braunkohlekraftwerken gut vorbereitet, betonte Woidke am Dienstag in Potsdam.

Durch die Handelbarkeit von Zertifikaten für den Kohlendioxidausstoß komme ein "völlig neues Instrument der Umweltpolitik zur Anwendung - eine marktwirtschaftliche Methode für den Klimaschutz". Seit Beginn der 90er Jahre wurden in der Mark laut Woidke sowohl bei Großfeuerungsanlagen als auch mit dem abgeschlossenen Altanlagensanierungsprogramm die Emissionen von Luftschadstoffen verringert. Die Inbetriebnahme neuer Industrieanlagen erfolgte mit modernen, umwelt- und energieeffizienten Technologien.

Aufgrund der hohen Kraftwerkskapazitäten wurden laut Immissionsschutzbericht des Landes von 2002 trotzdem rund 62 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestoßen. Diese Zahl zeige die besondere Verpflichtung Brandenburgs zu weiteren Anstrengungen in der Klimapolitik, betonte Woidke.