Radioaktiver Müll

Woidke: Endlagerung von Atommüll in Brandenburg unwahrscheinlich

In Brandenburg wird nach Einschätzung von Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) auch künftig kein radioaktiver Müll gelagert werden. Dies sei "eher unwahrscheinlich", sagte der Minister und verwies auf Untersuchungen im Auftrag des Bundesumweltministeriums zur Errichtung neuer Endlager.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Darin seien zwar neben Standorten in Niedersachsen und Südwestmecklenburg auch kleinere Gebiete im Nordwesten Brandenburgs als untersuchungswürdig ausgewiesen worden. Aus dem Papier ergäben sich jedoch für Brandenburg keine neuen Konsequenzen.

Nach Angaben des Ministeriums sind derzeit bundesweit noch 17 Atomkraftwerke in Betrieb. Radioaktive Abfälle, die keine Wärme entwickeln, könnten nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts dauerhaft in der Schachtanlage "Konrad" in Niedersachsen gelagert werden. Für die Endlagerung von Wärme entwickelnden radioaktiven Abfällen gebe es dagegen noch keine Lösung.

Deshalb sei die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beauftragt worden, Tongesteinsformationen zur möglichen Endlagerung Wärme entwickelnder radioaktiver Abfälle zu untersuchen. In der Studie der BGR werde ausdrücklich betont, dass die ausgewiesenen Gebiete keinen Rückschluss auf eine mögliche Endlager-Eignung zulassen, betonte Woidke. Dazu sei ein aufwändiges Untersuchungsprogramm notwendig.