Wichtigster Energieträger

Woidke: Braunkohle weiter zur Sicherung der Grundlast nötig

Die Braunkohle bleibt aus Sicht von Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) auch künftig der wichtigste Energieträger in Brandenburg. Aus regenerativen Energien könne die Grundversorgung vorerst nicht gesichert werden, sagte der Minister, befürwortet jedoch sollten diese weiter ausgebaut werden.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Er halte es für realistisch, dass die Braunkohle noch bis 2050 gebraucht werde. Allerdings sollten die regenerativen Energien künftig noch stärker ausgebaut werden. Derzeit kommen 7,8 Prozent des märkischen Gesamtstroms aus regenerativen Energien. Der Anteil könne bis 2020 auf 20 bis 25 Prozent steigen, sagte Woidke.

Der Minister betonte, Brandenburg sei schon heute der zweitgrößte Windenergie-Produzent nach Niedersachsen. Das Flächenland sei ein wichtiger Stromexporteur. Der Strom bringe Wertschöpfung ins Land. Künftig wolle das Land auch Exporteur für Technologien zur umweltfreundlichen Stromerzeugung werden. So werde in der Mark intensiv an der Entwicklung der Technik zur Abscheidung des Kohlendioxids bei der Braunkohle-Verstromung gearbeitet. Das sei ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz.

Noch in diesem Jahr will die Landesregierung eine Energiestrategie 2020 vorlegen. Damit hatte sie der Landtag beauftragt.