Finanzen

Wohnnebenkosten stiegen seit 1997 im Schnitt um 20 Prozent

Die Zeitschrift "Capital" hat die Wohnnebenkosten in 30 Großstädten analysiert. Ergebnis: Seit 1997 sind die Kosten um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen. Halle und Aachen langten mit Kostensteigerungen bei Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Müll und Straßenreinigung von 38 beziehungsweise 32 Prozent am stärksten zu.

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Die Wohnnebenkosten sind in 30 ausgewählten deutschen Großstädten in den letzten fünf Jahren im Schnitt um insgesamt 20 Prozent gestiegen. Das hat jetzt eine vom Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 21/2002) gemeinsam mit dem Zentralverband Haus & Grund erstellte Analyse der Ausgaben für Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Müll und Straßenreinigung einer vierköpfigen Musterfamilie, die in einem Eigenheim lebt, ergeben.

Danach sind die Wohnnebenkosten in Halle an der Saale mit einer Preissteigerung von 38 Prozent besonders drastisch gestiegen. Dort muss der Vierpersonen-Haushalt jetzt mit insgesamt 3478 Euro im Jahr auch am meisten von allen untersuchten 30 Städten für Energie und Entsorgung aufwenden. Am günstigsten ist es in Karlsruhe, wo nur 2625 Euro im Jahr fällig werden.

Aber auch in Aachen erhöhten sich die kommunalen Gebühren im Vergleich zu 1997, dem Zeitpunkt der letzten "Capital'-Analyse" mit 32 Prozent deutlich über dem Durchschnitt und treibt die Wohnnebenkosten auf 3099 Euro im Jahr. Im Chemnitz langten die kommunalen Betriebe mit einer Erhöhung um 28 Prozent ebenfalls erheblich zu, was zu jährlichen Aufwendungen in Höhe von 3189 Euro führt. Um insgesamt 27 Prozent erhöhten gleich drei Städte die Wohnnebenkosten: In Essen sind jetzt 3158 Euro pro Jahr fällig, in Düsseldorf 3130 Euro und in Braunschweig 2879 Euro.

Generell zeigt sich bei der Wohnnebenkosten-Analyse von "Capital", dass sich die Gebühren von Region zu Region stark unterscheiden. Die Differenz macht schnell einige hundert Euros aus. In der Spitze beträgt der Preisunterschied zwischen der teuersten und der billigsten Stadt immerhin über 800 Euro im Jahr.