Nachspiel

WM-Tickets: Strafverfahren gegen Claassen eröffnet

Das Landgericht Karlsruhe hat das Hauptverfahren gegen EnBW-Chef Utz Claasen wegen Vorwurfes der Vorteilsgewährung eröffnet. Er muss sich wegen der Übersendung eines Gutscheins für ein Spiel der Weltmeisterschaft 2006 an den Staatssekretär im Bundesumweltministerium verantworten.

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Karlsruhe (red) - Als unbegründet abgelehnt wurde dagegen die Eröffnung des Hauptverfahrens wegen der Übersendung eines Gutscheins für ein Spiel der Fußballweltmeisterschaft an die Landesminister Tanja Gönner (Umwelt), Ernst Pfister (Wirtschaft), Ulrich Goll (Justiz), Peter Hauck (Ernährung und ländlicher Raum) und den Ministerpräsidenten Guenter Oettinger. Claassen habe die Mitglieder der Landesregierung als Hauptsponsor der WM eingeladen. Dies sei im Zusammenhang mit der Initiative "Public - Private - Partnership" anlässlich der WM 2006 nicht strafbar.

Eine Unternehmenssprecherin sieht in Ablehnung der sechs Verfahren die Rechtsaufassung der EnBW bestätigt. Der zur Verhandlung zugelassene Fall beruht nach Unternehmensangaben auf einer Verwechslung der Person bei der Einladung. Dies werde die EnBW im weiteren Verfahren nachweisen.

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