100 Millionen Euro

Witschaftsausschuss beschließt Anhebung der Solarwärme-Förderung

Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags hat jetzt eine Anhebung des Haushaltsansatzes für das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien beschlossen. Die UVS hofft nun, das Wirtschaftsminister Müller auf die geplanten Kürzungen verzichtet.

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Die bundesweite Förderung für Solaranlagen soll nicht gekürzt werden. Darüber sind sich Wirtschaftspolitiker aller Fraktionen des Deutschen Bundestages einig. Im Wirtschaftsausschuss beschlossen sie jetzt, den Haushaltsansatz für das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien um 100 Millionen Euro anzuheben. Auch die finanzielle Ausstattung der Solarforschung soll nach dem Willen der Parlamentarier verbessert werden.

Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) begrüßt das Engagement aller politischen Fraktionen für die stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien. Import und Verfeuerung fossiler Energieträger ließen sich so deutlich reduzieren. Die Substitution von Öl und Gas durch Energie aus Sonne, Wind und Biomasse sei ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, den Technologiestandort Deutschland und die Friedenssicherung. Grund für die neuerliche Diskussion ist die überraschende Kürzung des Etats für Solaranlagen durch Wirtschaftsminister Müller. Er will die Förderung von Sonnenenergie von 300 Millionen Mark im laufenden Jahr auf 170 Millionen Mark in 2002 reduzieren. Die Kürzung stößt auf erhebliche Kritik bei Umwelt- und Unternehmerverbänden und führte nach Angaben der UVS zu einem Einbruch der Solarnachfrage in den letzten zwei Monaten. Nach dem gestrigen Beschluss des Wirtschaftsausschusses erwartet die Vereinigung eine entsprechende Korrektur des Haushaltsansatzes in der Bereinigungssitzung des Deutschen Bundestages am 15. November 2001.

Die Rücknahme der Kürzungen und eine deutliche Mittelaufstockung bei der Solarförderung sei eine unverzichtbare Voraussetzung für einen weiteren Solarboom in Deutschland, ist sich UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig sicher. In diesem Jahr rechnet der Unternehmerverband mit einem Marktwachstum von 30 bis 40 Prozent und einem Umsatz von über zwei Milliarden DM für die gesamte Solarbranche.