Wirtschaftsunternehmen setzen Zeichen für ein "freundliches Frankfurt"

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Ein "freundliches Frankfurt", in dem Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit keine Chance haben, ist eine der besten Investitionen in die Zukunft der Stadt, darüber sind sich die Wirtschaftsunternehmen in Frankfurt/Oder, unter ihnen die Stadtwerke, einig. Sie haben das Projekt "Noteingang" initiiert.


Kürzlich wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz eine erste Zwischenbilanz der Aktion, an der sich bisher acht Unternehmen der Stadt beteiligt haben gezogen. Die Beteiligten waren sich einig, dass es dabei weniger auf den Aufkleber ankäme, der seitdem an den Eingangstüren der Geschäftshäuser klebt. Vielmehr seien es die Mitarbeiter der Unternehmen, durch die die Aktion lebe. Vor allem ihr Umgang mit Alltagssituationen, in denen Toleranz und Zivilcourage gefordert seien. Meldungen über ausländerfeindliche Übergriffe in Frankfurt/Oder gehörten mittlerweile zur täglichen Berichterstattung in den Medien. Das Bild, das dabei vermittelt würde, beschäme nicht nur die Frankfurter, denen Toleranz gegenüber anderen Menschen und Kulturen eine Selbstverständlichkeit ist. Mehr als eine Nebenerscheinung sei es, dass durch diese verbalen und tatsächlichen Gewalttaten potentielle in- und ausländische Investoren und dringend benötigte Fachleute abgeschreckt würden, sich für eine Stadt zu engagieren, in der einer gewaltbereiten Minderheit eine dazu schweigende Mehrheit gegenüberstehe.


"Dieses Schweigen aufzubrechen, zu zeigen, dass Toleranz machbar ist und in unserer Stadt bereits gelebt wird, ist eines der wichtigsten Anliegen der Aktion Noteingang", sagte ein Verantwortlicher.