Energiekonzept

Wirtschaftspolitiker wollen Solarförderung kräftig kürzen

Wirtschaftspolitiker von Union und FDP streben deutliche Einschnitte bei der Förderung der erneuerbaren Energien an. Die Fördersätze seien "kritisch zu überprüfen", zitiert das "Handelsblatt" aus einem Entwurf für den energiepolitischen Teil des Koalitionsvertrages. Insbesondere die Solarförderung soll demnach sinken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/red) - Die Vergütungssätze für Solaranlagen müssten bereits zum 1. Januar 2010 sinken, weil die Herstellungskosten der Anlagen um bis zu 30 Prozent gefallen seien, zitiert die Zeitung aus dem energiepolitischen Papier der Arbeitsgruppe Wirtschaft.

Übereinstimmend äußerte sich der CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs, der der Arbeitsgruppe angehört. Wo auf anderen Gebieten der erneuerbaren Energien noch Forschung nötig sei, müsse hingegen auch investiert werden, sagte Fuchs im ARD-"Morgenmagazin". Die Finanzierung sei durch die Aufhebung der Laufzeitbeschränkungen für Atomkraftwerke möglich. Fuchs zufolge könnten die Kernkraftwerke noch bis zu 15 Jahre in Betrieb bleiben. Die Laufzeit hänge vom jeweiligen Verschleiß der Anlagen ab.

Einigung mit Umweltpolitikern

Bei der Förderung des Öko-Stroms müssen sich die Wirtschaftspolitiker noch mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Umwelt einigen. Heute soll es laut "Handelsblatt" ein Treffen von Vertretern beider Gruppen geben.