Widerspruch

Wirtschaftsministerium: Uranvorkommen reichen 200 Jahre

Nach einer gestern von Greenpeace veröffentlichten Untersuchung, ist die Atomkraft ungeeignet, eine energiepolitische Versorgungssicherheit zu garantieren. Grund: Die Uranvorräte halten nur noch 65 Jahre. Das Wirtschaftsministerium widersprach: Die Vorkommen sollten noch mindestens 200 Jahr ausreichen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Ergebnissen einer Greenpeace-Studie widersprochen, wonach die verfügbaren Uranvorkommen in 65 Jahren erschöpft seien. Bei einer sachlichen Betrachtung zeige sich, dass die weltweiten Uranvorkommen einen dauerhaften, weltweiten Einsatz der Kernenergie "für mindestens die nächsten 200 Jahre" ermöglichen, teilte das Ministerium am Donnerstag in Berlin mit. Durch Wiederaufarbeitung und neue Techniken sei die Reichweite des Urans zudem wesentlich verlängert worden.

Greenpeace hatte zuvor Berechnungen veröffentlicht, wonach die weltweiten Uran-Vorkommen auch bei reduziertem Bedarf in spätestens 65 Jahren erschöpft seien. Die Atomkraft sei daher "gänzlich ungeeignet, um Deutschland eine energiepolitische Versorgungssicherheit zu garantieren".