Längere AKW-Laufzeiten

Wirtschaftsminister will Gewinne von Energiekonzernen kassieren

Der neue Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will Zusatzgewinne der Energiekonzerne durch eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken einkassieren. Die Profite aus längeren AKW-Laufzeiten sollen zumindest teilweise in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - "Längere Laufzeiten bei zumeist abgeschriebenen Kernkraftwerken bringen den Betreibern einen unverhofft großen Zusatzgewinn", sagte Brüderle dem "Handelsblatt" vom Freitag. Der Bundesregierung gehe es dabei "nicht darum, schöne Geschenke zu machen", sondern diese milliardenschweren Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung "zu einem noch auszuhandelnden Teil in den Umstieg in erneuerbare Energien zu investieren".

Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und FDP nicht konkret festgelegt, wie die Zusatzgewinne der Energiekonzerne verwendet werden sollen. "Dreh- und Angelpunkt einer solchen Investitionsoffensive in erneuerbare Energien ist die Forschung, vor allem bei der Speichertechnologie", sagte der neue Minister weiter. "So kann Deutschland seinen international führenden Platz auf diesem Gebiet behaupten."